Ausstellung
Irgendwann erwacht in Ihnen vielleicht der Wunsch, den eigenen Hund auf einer Ausstellung oder Pfostenschau zu präsentieren - zum Beispiel, weil er für Sie der liebste und schönste Hund ist.
Rassehundeausstellungen sind heute aus der Hundewelt nicht mehr wegzudenken. Die ersten offiziellen Hundeausstellungen wurden in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts ausgerichtet, zunächst in England, dann aber auch in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Deutschland.
Hundeausstellungen, die vom VDH (Verein für das Deutsche Hundewesen e.V.), oder von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) zugehörigen Vereinen veranstaltet werden, unterliegen der VDH bzw. FCI Zuchtschauordnung.
Auf den offiziellen Schauen sind die Hunde in unterschiedliche Altersgruppen und nach Geschlecht und Rasse getrennt:
- Jüngstenklasse (6-9 Monate )
- Jugendklasse (9-18 Monate)
- Zwischenklasse (15-24 Monate )
- Veteranenklasse (ab 8 Jahre )
- Gebrauchshundeklasse ( ab 15 Monate, nur mit Berechtigungsnachweis)
- Championklasse ( ab 15 Monate, nur mit Berechtigungsnachweis)
- Offene Klasse ( ab 15 Monate)
- Ehrenklasse ( nur mit Berechtigungsnachweis)
Platziert werden immer die ersten 4 Hunde einer Klasse, vorausgesetzt sie sind mindestens mit sehr gut bewertet worden.
Die erstplatzierten Hunde der Klassen Jugend-, Zwischen-, Veteranen-, Champion-, Offene- und Ehrenklasse treten nochmals in den Ring. Der Richter ermittelt nun den besten Hund, welcher den Titel Bester Rüde resp. Beste Hündin erhält und für die Bewertung des BOB (Best of Breed) zur Auswahl steht.
Der schönste Hund erhält das BOB, der Verlierer automatisch das BOS (Best Opposite Sex). Wer das BOB in seiner Rasse erreicht hat, kann dann am Ende der Ausstellung für das Best in Show nochmals gegen die BOBs der anderen ausgestellten Rassen antreten.
Auf vielen Schauen wird zusätzlich zum normalen Programm ein Zuchtgruppen-, Nachzuchtgruppen und Paarklassen Wettstreit veranstaltet:
- Eine Zuchtgruppe besteht aus mindestens drei Hunden vom gleichen Züchter ( ab Jugendklasse )
- Eine Nachzuchtgruppe besteht aus mindestens fünf Hunden aus mindestens zwei Würfen einer Hündin / eines Rüden ( ab Jugendklasse )
- Die Paarklasse besteht aus je einem Rüden und einer Hündin im Eigentum eines Besitzers.
Pfostenschauen sind kleinere Ausstellungen, auf denen keine Titel vergeben werden. Hier haben junge und unerfahrene Hunde sowie deren Besitzer die Möglichkeit, ohne Stress Ausstellungsatmosphäre zu schnuppern.
Richter nehmen sich bei Pfostenschauen mehr Zeit für die einzelnen Hunde und deren Besitzer und gehen auf viele Fragen ein. Auch hier erhält jeder Hund einen Richterbericht und darüber hinaus noch viele Tips für weitere Ausstellungen.
In der Landesgruppe Südwest stehen jedes Jahr drei große Ausstellungshighlights auf dem Programm:
- Die Pfostenschau im Frühling
- Die Spezialzuchtschau im September in Winnenden
- Die Bezirksgruppe Schönbuch veranstaltet jährlich ihre Neujahrsspezialzuchtschau Ende Januar / Anfang Februar in Herrenberg.